Seminarräume

Wir vermieten 2 Seminarräume

Raum „Parkblick“

40qm, Holzfußboden, mit Stühlen, Sofas oder leer.

Ideal für kleinere Gruppen Meditation, Coaching, therapeutische Arbeit.

Raum „Lebendigkeit“

60 qm, Linoleumboden,  mit Stühlen, Sofas oder leer.

Raum für Bewegung, Tanz, Yoga auch für größere Gruppen.

Mittsommerremise

In diesem Jahr werden wir erstmalig bei der Mittsommerremise der Gutshäuser teilnehmen.
Neben Führungen durch das Haus, Kaffee und Kuchen wird es um 15:00 Uhr einen Vortrag von Dr. Horst Miekisch geben zu folgendem Thema:
Heiliger Otto

Der heilige Otto
Bischof von Bamberg (1102-1139 )
und Apostel der PommmernIn zwei Missionsreisen, 1124/25 und 1128, hat der Hl. Otto die Pommern
missioniert, nicht, wie damals üblich, mit Schwert und Krieg, sondern
mit Überzeugungskraft und Diplomatie. Drei zeitgenössische Biographien
des Heiligen berichten über das Leben der heidnischen Pommern in dieser
Zeit und über die Durchführung und die Erfolge dieser Missionsreisen in
Stettin, Wollin, Wolgast, Demmin und Usedom.

Historie der Gemeinde Zarnewanz

 

Die Entstehung des Dorfes Zarnewanz ist urkundlich nicht genau festzustellen. Der Name „Zarnivas“ (Schwarzbart) besagt, dass das Dorf wendischer Herkunft sein muss. Erstmals urkundlich erwähnt ist Zarnewanz 1268. Es gehörte Georg von York, der es an das Kloster Doberan verkaufte. Ritter Johann Ummereise überläßt dem Rostocker Ratmann den Pfandbesitz von Zarnewanz. 1353 verkaufte Herzog Albert von Mecklenburg dem Kloster Doberan alle Rechte in Zarnewanz mit Ausnahme der Steuern.

Zarnewanz hatte mehrere Besitzer, von 1518 bis 1872 gehörte es der Familie von der Lühe. Fünf Bauern wohnten 1622 nachweisbar in Zarnewanz, das noch zum Gut Schulenberg gehörte. Der 30-jährige Krieg hatte das Dorf stark mitgenommen. Wallenstein zog 1628 nach Vertreibung der mecklenburgischen Herzöge ins Land. Nach seiner Absetzung kam 1630 der Schwedenkönig Gustav Adolf. Dadurch verlor Volrat von der Lühe alle seine Güter. 1633 gelang es Volker von der Lühe wieder in den Besitz dieser Güter zu kommen und Zarnewanz gehörte nun zu Kölzow, welches ebenfalls im Besitz von der Lühes war.

Curd von der Lühe verkaufte 1650 Kölzow mit Pertinenzen (Nebengütern) an Major Ingolf Bengsohn Rosenfeld. Dieser veräusserte Zarnewanz 1655 an Adolf Friedrich von der Lühe auf Stormstorf. Die ersten Bauern siedelten in Zarnewanz zwischen 1729 und 1748, genauere Angaben existieren nicht. Die Familie von der Lühe verlegte ihren Wohnsitz nach Zarnewanz, das nun Hauptgut wurde. Zu dieser Zeit gab es schon eine Schäferei, eine Ziegelei und um ca. 1800 eine Schmiede. 1819 lebten 176 Einwohner in Zarnewanz. 1849 existierte eine einklassige Schule.

1859 starben von 242 Einwohnern 13 an der Cholera. Aus diesem Grunde legte man östlich des Dorfes einen Cholerafriedhof an. Zarnewanz ging 1872 in den Besitz des Grafen Heinrich von Bassewitz auf Dalwitz über. Durch die Errichtung der Zuckerfabrik in Tessin (1895), baute man eine Schmalspurbahn (Rübenbahn) bis nach Zarnewanz. 1898 entstand die Dorfstrasse. In der Schule wurde 1905 ein zweiklassiger Unterricht durchgeführt.

Graf David von Bassewitz verkaufte 1927 Zarnewanz mit seinen Nebengütern an die Kultur- und Siedlungs AG Deutscher Landwirte in Schwerin. 1928-1932 wurde Zarnewanz aufgesiedelt und elektrifiziert. Die Siedler kamen aus Hessen, Württemberg, Waldeck und dem Rheinland. Siedlerhäuser entstanden zu beiden Seiten der Sülzer Landstraße. Mit der Aufsiedlung stieg auch die Einwohnerzahl. Das Dorf erhielt ein völlig neues Ortsbild. Es entstand ein Straßendorf. Neben dem Umbau der Gutsgebäude und Tagelöhnerkaten wurden entlang des Landweges Tessin-Bad Sülze Bauernwirtschaften errichtet. Es entstanden 45 Bauernstellen und 7 Häuslereien. Von den ehemaligen Gutsarbeitern blieben nur wenige im Dorf. Sie erhielten Unterkunft in den beiden Gemeindehäusern. Der letzte Inspektor eröffnete in der ehemaligen Gutsschule einen Kolonialwarenladen. Außer der Schmiede arbeitete eine Stellmacherei und ein Schuhmacher im Ort. Natürlich fehlte eine Gastwirtschaft auch nicht. Im ehemaligen Speisesaal des Gutshauses wurde ein Kirchsaal eingebaut und 1931 durch den Landessuperintendenten Heinrich Behm aus Bad Doberan geweiht. Die Feuerwehr in Zarnewanz gründete sich ebenfalls im Jahre 1931. 1935 entstand ein Erntekindergarten. 1939 hatte Zarnewanz 383 Einwohner.

 

Während des 2. Weltkrieges blieb Zarnewanz von aktiven Kampfhandlungen verschont, jedoch fielen 18 junge Männer aus der Gemeinde auf den Schlachtfeldern Europas. 1945 wurden die Kinder in der Schule von der ersten bis in die sechste Klassenstufe unterrichtet. Ab 1949 gab es einen Kindergarten und eine Maschinen-Ausleih-Station (MAS). 1950 eine Maschinen-Traktoren-Station (MTS) und eine Bäuerliche-Handels-Genossenschaft (BHG) mit Verkauf und Bank. Durch Spenden und Leistungen der Bauern konnten 8 Wohnungen für Umsiedlerfamilien geschaffen werden. 1952 bildete sich ein Örtlicher-Landwirtschafts-Betrieb (ÖLB) und die erste LPG Typ I. 1960 schlossen sich die Bauern zu einer LPG Typ III zusammen.

Die erste Wasserleitung wurde etwa 1960 im Dorf gebaut. 1972 baute man die große Wasserleitung in der Gnewitzer Straße. Die Kooperative-Abteilung-Pflanzenproduktion (KAP) und Tierproduktion (Milchwirtschaft und Schweinemast) wurde 1972 gebildet. 1978-1979 wurde eine Abwasserleitung gelegt.

1990 lebten in der Gemeinde 383 Einwohner. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands, am 03. Oktober 1990, schlossen alle staatlichen Betriebe und Einrichtungen. Viele Einwohner wurden arbeitslos. 1991 gründete sich der Verein „Das Dorf“ e.V., der vielen Arbeitssuchenden über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) eine Beschäftigung vermittelte.

2003 zählte die Gemeinde Zarnewanz 424 Einwohner. In den Folgejahren schrumpfte die Bevölkerung bedingt durch eine anhaltende Abwanderung auf 368 Einwohner im Jahre 2012. Diese Tendenz scheint aber gestoppt und so siedeln wieder vermehrt junge Familien in Zarnewanz und Umgebung.

Quelle: http://zarnewanz.de/index.php?a=1&b=29, 28.02.2016.